Justiz im Nationalsozialismus – Eine Ausstellung im Landessozialgericht Essen vom 19. April bis 08. Juni 2012

Justiz im Nationalsozialismus – Eine Ausstellung im Landessozialgericht Essen vom 19. April bis 08. Juni 2012

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Die AusstellungJustiz im Nationalsozialismus – Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes

Die Dokumentations- und ForschungsstelleJustiz und Nationalsozialismus
Die nordrhein-westfälische Justiz bemüht sich seit der Einrichtung der Dokumentations- und Forschungsstelle im Jahre 1988 verstärkt um die rechtshistorische Aufarbeitung des 20. Jahrhunderts.
Diese bundesweit einzigartige Forschungseinrichtung betreibt neben der Fortbildung der Angehörigen der Justiz NRW im Bereich der Justizgeschichte auch Öffentlichkeitsarbeit durch die Organisation von Ausstellungen, Vorträgen, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationen.

Justiz_im_Nationalsozialismus 

 

Sozialgericht Köln – GUTACHTERSEMINARE – Unfallbegutachtung in der gesetzlichen Unfallversicherung – DGUV

Sozialgericht Köln – GUTACHTERSEMINARE – Unfallbegutachtung in der gesetzlichen Unfallversicherung – DGUV

GUTACHTERSEMINAR
Unfallbegutachtung in der gesetzlichen Unfallversicherung
Anerkannt durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Vorwort – Seminar 26. – 27. September 2014 in Köln (aus dem Rundschreiben des Faltblatt der DGUV) von silvo@2015-01-26 – 21:36:13

Sehr geehrte Kolleginnen,
sehr geehrte Kollegen,

um 5. Gutachterseminar für Berufskrankheiten des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen laden wir Sie herzlich ein.
Die Veranstaltung ist als Fortbildung im Sinne der Ziffer 5.12 der Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger nach § 34 SGB VII zur Beteiligung am Durchgangsarztverfahren (in der Fassung vom 1. Januar 2011) anerkannt und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialgericht Köln durchgeführt.
Die Begutachtung von Berufskrankheiten setzt für die beteiligten Ärzte, die BG-Sacharbeiter und die Juristen erhebliche Kenntnisse bei der Zusammenhangsbeurteilung in der geforderten Plausibilität voraus. Im Seminar werden Sie anhand von Vorträgen, Gerichtsverfahren, Einzelfallbesprechungen und ggf. eigener Gutachtenfälle die Themen erarbeiten. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar sind erste praktische Kenntnisse und Erfahrungen als Gutachter für Berufskrankheiten.
Es ist uns gelungen, höchst kompetente Juristen und Spezialisten verschiedener Fachgebiete und Kollegen zu gewinnen. Profitieren Sie vom Fachwissen der Experten und nutzen Sie die Diskussionen.
Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten Sie ein Zertifikat der BDC|Akademie als vom „BDC zertifizierter Gutachter, DGUV anerkannt“.
Wir freuen uns auf ein interessantes Seminar und lebhafte Diskussionen.

Mit freundlichen Grüßen Ihr
Ekkehard Hierholzer

2005 (3)

 

2009 (2)

 

2010 (5)

 

2012 (4)

 

2013 (1)
BDC.de-1-2013
GUTACHTERSEMINARE
BDC-Gutachterseminare erlangen sowohl durch die wachsende Klagefreudigkeit der Patienten, als auch durch die neuen Fortbildungspflichten für D-Ärzte erheblich an Bedeutung. In Zusammenarbeit mit Juristen und Sozialgerichten wurden speziell für die BG-Tätigkeit Gutachterseminare mit den Schwerpunkten Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Kindertraumatologie entwickelt.

2014 (6)

 

2015 (1)
BDC.de-1-2015_copyBernd Dickfahr, Sozialrichter a. D., Hauptstr. 23, 50996 Köln
Dr. jur. M. Rodriguez y Rowinski, Vors. Richter der 16. Kammer, Sozialgericht Köln
Dirk Kurtenbach,als weiterer Aufsicht führender Richter Kurtenbach (RiSGawaRi Kurtenbach) Vorsitzender Richter 18.Kammer Sozialgericht Köln, An den Dominikanern 2, 50668 Köln
Uwe Söhngen, Richter am Landessozialgericht NRW, Zweigertstr. 54, 45130 Essen

Aufbau der Justiz nach 1945 – deutsche Richter

Aufbau der Justiz nach 1945deutsche Richter – NS-Vergangenheit – Entnazifizierung

In den drei Westzonen wurde über die 2,5 Millionen Deutschen, deren Verfahren bis 31. Dezember 1949 durch die überwiegend mit Laienrichtern besetzten Spruchkammern entschieden war, wie folgt geurteilt:
– 54 % Mitläufer,
– bei 34,6 % wurde das Verfahren eingestellt,
– 0,6 % wurden als NS-Gegner anerkannt,
– 1,4 % Hauptschuldige und Belastete.

Viele der tief in die NS-Vergangenheit verstrickten Mitläufer konnten in der Bundesrepublik Deutschland unbehelligt nach 1949 Karriere machen. Mit Persilscheinen, die ihnen von (mutmaßlichen) Opfern für die beurteilenden Kommissionen und Spruchkammern ausgestellt wurden, gingen sie in die Politik, Justiz, Verwaltung, Polizei und an die Universitäten zurück; oft auch unter falschem Namen und häufig unter Mithilfe der Netzwerke (Rattenlinien) alter Kameraden oder von „Seilschaften”.[6] So waren zeitweise in den fünfziger Jahren mehr als zwei Drittel der leitenden Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes ehemalige Mitglieder der SS.[7]
https://de.wikipedia.org/wiki/Entnazifizierung

Schnell und schmerzlos hatte die deutsche Beamtenschaft so ihre Vergangenheit bewältigt.
Die deutschen Richter brauchten dazu nicht mal ein neues Gesetz.

Die Selbstgerechtigkeit der deutschen Nachkriegsjustiz steht in krassem Gegensatz zu dem Unheil, das die Branche über Deutschland gebracht hat. Ihre Verbrechen stehen ganz oben auf der Liste der Schande. Zwischen 1933 und 1945 haben deutsche Richter, zivile und militärische, schätzungsweise 50 000 Todesurteile gefällt, die meisten wurden auch vollstreckt. „Der Dolch des Mörders„, sagte der US-amerikanische Chefankläger Telford Taylor damals im Nürnberger Juristenprozess, „war unter der Robe des Juristen verborgen.“

Und etwa 80 Prozent dieser Richter und Staatsanwälte, die bis zum 8. Mai dem Terrorregime Hitlers zu Diensten standen, sprachen bald wieder Recht – in der jungen Bundesrepublik. „Möglicherweise ist tatsächlich der Beweis erbracht“, schrieb der NS-Spezialist Jörg Friedrich, „dass ein Rechtsstaat auf einem Justizmassengrab stehen kann.“

Juristen waren im Nachkriegselend dringend gesucht. Die Kriminalitätsrate wuchs in den Zeiten der Schwarzmärkte und Flüchtlingsströme erheblich, doch es mangelte an Richtern. Die Besatzer der westlichen Zonen beriefen deshalb Juristen, die vor 1933 in Pension gegangen waren, oder sie stellten unbelastete Rechtsanwälte ein. Die Briten praktizierten bereits ab Oktober 1945 in den gerade eingerichteten Justizverwaltungen das sogenannte Huckepack-Verfahren: Für jeden nichtbelasteten Richter durfte ein belasteter eingestellt werden. Im Sommer 1946 fiel auch diese Einschränkung.

Jetzt saßen in den Sälen Justitias selbst ehemalige Richter des Volksgerichtshofes, wirkliche Blutrichter und dennoch von den Spruchkammern in Entnazifizierungsverfahren lediglich als „Mitläufer“ eingestuft. Beim Bundesgerichtshof, der höchsten Instanz im Straf- und im Zivilrecht, lag 1953 der Anteil NS-belasteter Richter bei mindestens 72 Prozent, bis 1956 stieg er auf 79 Prozent, in den Strafsenaten lag er 1962 bei 80 Prozent.

Erst ab 1964 sei mit immer noch 70 Prozent „ein Abstieg zu verzeichnen“, so der Rechtssoziologe Hubert Rottleuthner. Wobei er darauf aufmerksam macht, dass in dieser Statistik beispielsweise jene Juristen nicht erfasst sind, die ausschließlich in der Militärgerichtsbarkeit tätig waren. Und deren Blutspur ist erheblich breiter als die der Sondergerichte oder des freislerschen Volksgerichtshofs.

Kriegsrichter hatten zwischen 1939 und 1945 schätzungsweise 30 000 Soldaten zum Tode verurteilt, oft wegen Nichtigkeiten und, wie es hieß, „zur Abschreckung“. Bis zu 90 Prozent dieser Urteile wurden von Erschießungskommandos oder Scharfrichtern vollstreckt. Und die Expertise dieser furchtbaren Juristen war alsbald im Bundesjustizministerium gefragt.

Klammheimlich arbeiteten die Spezialisten des neuen Ministeriums an einschlägigen Vorschriften, die eine Neuauflage der so furchtbar in Verruf geratenen Kriegsgerichte bringen sollten. Ein besonderes Strafrecht für die neue Bundeswehr sah notstandsähnliche Regelungen vor, die Bundesbürger in Uniform ihrer Rechte weitgehend beraubt hätten.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83422497.html
02.01.2012
ZEITGESCHICHTE
Welle der Wahrheiten
Sechs Jahrzehnte nach den Nürnberger Prozessen
gegen die Wortführer des NS-Regimes lassen Ministerien und Behörden nun zum ersten Mal offiziell die Frage untersuchen:
Wie Nazi-braun waren die Gründerjahre der Republik wirklich?

von silvo@2015-01-26 – 12:34:47

Unvollständige Verwaltungsakte

Unvollständige Verwaltungsakte

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Gericht reicht die Verwaltungsakten urschriftlich zurück mit der Bitte, diese zu vervollständigen.
Das Gericht bittet um die Vorlage des vollständigen Verwaltungsvorganges.

Darüber hinaus weist die vorgelegte Akte zahlreiche Mehrfachabheftungen auf, die für das Gericht nicht nachvollziehbar sind und eine effiziente Aktenarbeit
geradezu unmöglich machen. Allein der Beschluss der Kammer findet sich 6-fach(!) in Bd. II Ihrer Akte.

Es steht der Beklagten selbstverständlich frei, ihre Akten digital zu führen. Dann muss aber sichergestellt sein, dass dem Gericht eine Papierakte zur Verfügung gestellt werden kann, mit der ein sinnvolles Arbeiten überhaupt möglich ist.

Dies ist jedenfalls nicht der Fall, wenn Verwaltungsakten sinnlose Mehrfachabheftungen aufweisen, chronologisch ungeordnet, unpaginiert o.ä. sind. Eine zügige und effiziente Bearbeitung der Streitsache, durch das Sozialgericht dürfte nicht zuletzt auch im Interesse der Beklagten liegen.

Sie werden gebeten, dem Gericht unter Beherzigung der vorstehenden Ausführung nunmehr die vollständige Verwaltungsakte zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorsitzende der 16. Kammer
Dr. Rodriguez y Rowinski
Richter am Sozialgericht
(Maschinell erstellt, ohne Unterschrift gültig)

(von silvo@2015-02-26 – 17:43:02)

Gerichtsbescheid – Entscheidung des Rechtsstreits ohne mündliche Verhandlung § 105 SGG und § 124 SGG

GerichtsbescheidEntscheidung des Rechtsstreits ohne mündliche Verhandlung § 105 SGG und § 124 SGG

Sehr geehrte Herr Kläger,

Ihre erneute Untätigkeitsklage in gleicher Sache hat keine Aussicht auf Erfolg.

Mit Gerichtsbescheid vom 00.00.0000 (S 00 U 000/00) hat die 18. Kammer des Sozialgerichts Köln bereits über eine Untätigkeitsklage in der vorliegenden Sache ablehnend entschieden. Den zutreffenden Ausführungen aus dem Gerichtsbescheid der 18. Kammer ist nichts hinzuzufügen.
Die erkennende Kammer schließt sich den Ausführungen an.

Bereits im Rahmen des zuvor genannten Gerichtsbescheides hatte das Gericht drauf hingewiesen, dass ihre Untätigkeitsklage einen Fall rechtsmissbräuchlicher Rechtsverfolgung darstellt.

Dies gilt für die nun wiederum anhängig gemachte Untätigkeitsklage um so mehr, da sogar Ihr Berufungsverfahren gegen den zuvor genannten Gerichtsbescheid vom 00.00.000 ( S 00 U 000/00) noch anhängig (LSG NRW – L 00 U 000/00) ist.

Bei Fortführung des Rechtsstreites beabsichtigt das Gericht daher Ihnen sog. Verschuldenskosten i.H.v. 150 Euro gemäß § 192 Abs. 1 S. Nr. 2 Sozialgerichtsgesetz aufzuerlegen.

Bitte teilen Sie dem Gericht bis spätestens 00.00.0000 (1 Monatsfrist) mit, ob die vorliegende Untätigkeitsklage zurückgenommen wird.

Sollte die Klage aufrechterhalten bleiben, so beabsichtigt das Gericht, eine Entscheidung gemäß § 105 Sozialgerichtsgesetz (SGG) ohne mündliche Verhandlung zu treffen. Nach bisheriger Auffassung weist die Sache keine besonderen Schwierigkeiten tatsächlicher oder rechtlicher Art auf, der Sachverhalt ist geklärt. Ehrenamtliche Richter wirken bei der beabsichtigten Entscheidung nicht mit.

Sie erhalten hiermit zugleich gemäß § 105 Abs. 1 S. 2 SGG Gelegenheit innerhalb der genannten Frist, zur Frage der Entscheidung durch Gerichtsbescheid ohne mündliche Verhandlung Stellung zu nehmen. Teile Sie mir bitte etwaige Bedenken gegen eine Entscheidung allein durch den Vorsitzenden der Kammer mit.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorsitzende der 16. Kammer
Dr. Rodriguez y Rowinski
Richter am Sozialgericht
(Maschinell erstellt, ohne Unterschrift gültig)

(von silvo@2015-02-26 – 18:23:08)

spezial 3: Schriftenreihe zum BlindenrechtHeft 10
4.2.9.3 Entscheidung des Rechtsstreits ohne mündliche Verhandlung
Durch Urteil ohne mündliche Verhandlung darf das Gericht mit vorher erklärtem ausdrücklichem, eindeutigem und unbedingtem Einverständnis aller Prozessbeteiligten i.S.d. § 69 SGG bzw. § 63 VwGO entscheiden (§ 124 Abs. 2 SGG bzw. § 101 Abs. 2 VwGO). Haben nicht alle Beteiligten zugestimmt, kommt das dennoch ergehende Urteil verfahrensfehlerhaft zustande.
Das Gericht kann jedoch die mündliche Verhandlung auch dann durchführen, wenn sich alle Beteiligten mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung einverstanden erklärt haben (§ 124 Abs. 2 SGG bzw. § 101 VwGO).
Bei einem schriftlichen Urteil tritt an die Stelle der Verkündung (§ 132 SGG bzw. § 116 Abs. 1 VwGO) die Zustellung (§ 133 SGG bzw. § 116 Abs. 3 VwGO).
Schriftlich vorgetragene Tatsachen oder schriftlich bezeichnete Beweismittel können nur bis zur Aufgabe des schriftlichen Urteils durch die Geschäftsstelle zur Post berücksichtigt werden.
Will das Gericht unter den Voraussetzungen des § 105 Abs. 1 S. 1 SGG bzw. § 84 Abs. 1 VwGO durch Gerichtsbescheid entscheiden, weil die Sache keine besonderen Schwierigkeiten tatsächlicher oder rechtlicher Art aufweist und der Sachverhalt geklärt ist, braucht keine mündliche Verhandlung stattzufinden.
Die Beteiligten können jedoch nach Erlass des Gerichtsbescheids innerhalb der Rechtsmittelfrist die Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragen (§ 105 Abs. 2 S. 3 SGG bzw. § 84 Abs. 2 VwGO). Der Gerichtsbescheid gilt dann als nicht ergangen und eine reguläre mündliche Verhandlung wird durchgeführt (§ 105 Abs. 3 HS 2 SGG bzw. § 84 Abs. 3 HS 2 VwGO).

Hinweis für die Praxis:
Es ist sehr sorgfältig abzuwägen, ob das Einverständnis zu einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung gegeben wird. Die mündliche Verhandlung bietet die Möglichkeit, auf Grund der sich in ihr ergebenden Situation zu argumentieren. Da in der mündlichen Verhandlung vom Vorsitzenden oder Berichterstatter zunächst der Sachverhalt vorgetragen wird, lässt sich erkennen, ob das Gericht den Sachverhalt richtig erfasst hat.
Die Erörterung der Sach- und Rechtslage im „Rechtsgespräch“ nach § 112 Abs. 2 SGG bzw. § 104 VwGO gibt wichtige Aufschlüsse über die Rechtsauffassung des Gerichts. Nicht selten wird in der mündlichen Verhandlung eine gütliche Einigung erreicht. Das Einverständnis zu einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung sollte deshalb nur gegeben werden, wenn die Sach- und Rechtslage eindeutig ist. Sie kann auch dann sinnvoll sein, wenn vor Eröffnung der mündlichen Verhandlung bereits ein Erörterungstermin stattgefunden hat.
http://www.dvbs-online.de

 

Rechtsantragsstelle – Sozialgericht Köln – Zimmer 22

RechtsantragsstelleSozialgericht KölnZimmer 22

Vorsicht bissiger Hund Herr Liebenau (von silvo@blog.de 2015-02-26 – 19:03:22)
Hier wird man von einem sehr freundlichen und zuvorkommenden Service-Mitarbeiter empfangen.
Der Mann muss fast mittelos sein, neben seinen guten Umgangssitten ist er bekleidet mit irgentwelchem Fummel den nicht mal die Kleiderkammer ausgibt.
Er muss auch mittelos sein da er ständig unrassiert herumläuft – Kloschar. Ein Schere für die Fingernagelpflege benötig er nicht – er hat ja Zähne dafür.

Ist man mit ihm allein sollte man ihn nicht duzen – das verträgt er garnicht. Seine Umgangsformen sind so nett das man seinen Stinkefinger zu sehen bekommt.
Möglichkeit der Nettigkeit von Amts wegen besteht auch darin das man den Raum zu verlassen hat, weil man nicht so funktioniert wie er es haben möchte.
Man wird dann belehrt, wenn man nicht ginge, würde man Mittels Polizeieinsatzes aus dem Gerichtgebäude entfernt.

Er möchte eben nicht das man seine Rechte einfordert, als Normalbürger.
Also solltes man ihn auch nicht in gewöhlichen Deutsch oder Kölsch ansprechen, ich denke er versteht nur § und § …

Hinrichtung – Amtsgericht Euskirchen – 09.03.1994

Rückblick Amoklauf im Amtsgericht

Euskirchen – (von silvo@blog.de 2015-03-01 – 15:38:14)
Der folgenschwerste Amoklauf in der Geschichte der deutschen Justiz geschah in einer Nebenstelle des Euskirchener Amtsgerichts an der Oststraße. Heute vor 15 Jahren, am 9. März 1994, erschoss der Wißkirchener Erwin Mikolajczyk sechs Menschen, bevor er selbst durch die Explosion einer Rucksackbombe starb. Das Massaker sorgte für nachhaltige Veränderungen an nahezu allen deutschen Gerichten. Heute wäre es dank technisch aufgerüsteter Sicherheitsschleusen kaum mehr möglich, eine Waffe ins Gericht zu schmuggeln, wie dies damals für Mikolajczyk ein Leichtes war.
08.03.09 https://www.ksta.de/rueckblick-amoklauf-im-amtsgericht-13000404
Als ich damals – nur Minuten nach den dramatischen Ereignissen – gemeinsam mit unserem Fotografen Karsten Karbaum an der Oststraße eintreffe, verschlägt es uns die Sprache. Wir waren nach der Alarmierung von einer Gasexplosion, also einem Unglücksfall, ausgegangen. Aber bald ist klar: Das ist ein Bombenanschlag.
Das Gebäude ist durch die Explosion schwer beschädigt, vor dem Eckhaus an der Oststraße liegt in einem Trümmerhaufen eine männliche Leiche: der Amokläufer, wie sich später herausstellt. Um ihn herum Teile der Mauerwerks, Fensterrahmen, Deckenverkleidung des Verhandlungssaales, Gardinen. Die Staatsanwältin Caroline Rühl, die beim vorausgegangenen Prozess die Anklage vertreten hatte, steht kreidebleich und traumatisiert am Straßenrand. Sie hat sich, wie bekannt wird, knapp retten können. Von ihr stammt eine erste, noch grobe Zeugenaussage, so dass sich die Polizei ein Bild machen kann. Eine Justizangestellte hat sich mit Hilfe zweier Passanten aus dem Fenster gerettet, einer der Helfer wird bei der unmittelbar nachfolgenden Explosion schwer verletzt.
Im Inneren des Gerichtsgebäudes kämpft eine wachsende Schar von Helfern um das Leben der Opfer – allerdings vergebens. Drei Hubschrauber kreisen über dem Park zwischen der Oststraße und dem Hauptgebäude des Gerichts, um nach Landemöglichkeiten zu suchen. Als sichtbares Fanal des Anschlags im Justizgebäude liegt ein blutbeschmiertes Strafgesetzbuch auf dem Asphalt: das Motiv der Titelseite des nächsten „Stern“.
Oberkreisdirektor Dr. Ingo Wolf, der heutige Innenminister, lässt sich sichtlich erschüttert einen ersten Lagebericht geben, der damalige Kreispolizeichef Karlheinz Kleimann ist ebenso traumatisiert wie viele andere. Er gibt den ihm bekannten Reportern ein konfuses Interview, die Informationen können nicht stimmen.

Lackmantel und Gummistiefel
Dann erste handfeste Informationen: Mikolajczyk war wegen Körperverletzungsdelikten angeklagt, er hatte seine ehemalige Lebensgefährtin schwer misshandelt. Der angeklagte 39-Jährige erscheint mit einem Lackmantel, Gummistiefeln und einer Knoblauch-Kette um den Hals zum Prozess. Sein Anwalt legt das Mandat nieder, das Gericht erhöht das ursprüngliche Bußgeld von 4000 auf 7200 Mark.
Mikolajczyk verlässt den Raum, wenig später fallen Schüsse im Flur, bei denen wohl die Ex-Freundin des Täters stirbt. Der Verurteilte kehrt zurück und schießt den Richter Dr. Alexander Schäfer in den Hals. Bei weiteren Schüssen sterben mehrere andere Anwesende, einige können sich retten, bevor die Rucksackbombe explodiert, darunter der durch einen Schuss schwer verletzte Rechtsanwalt Ernst Tkocz. Die Namen der Opfer sind: Richter Dr. Alexander Schäfer, Mikolajczyks ehemalige Lebensgefährtin Vera Lamesic, deren Begleiterinnen Marianne Rübsam und Agnes Müller. Peter Preuß und Peter Kurth hatten mit dem Verfahren nichts zu tun, sie warteten zufällig auf dem Flur.
An dem Tag erlebt Euskirchen den wohl größten Medienaufmarsch seiner Geschichte. Übertragungswagen aller großen Sender melden den Amoklauf in die ganze Welt. Justizminister Rolf Krumsiek drückt auch im Namen des Ministerpräsidenten bei einer Pressekonferenz in der Kreisstadt den Angehörigen der Opfer sein Bedauern aus. Abends wird die Wohnung des Täters in Wißkirchen durchsucht, diverse Waffen werden sichergestellt.
Zudem wird klar: Der 39-Jährige hat ein Doppelleben geführt, das die Boulevardpresse später noch wochenlang mit Stoff versorgt. Der Mann hatte ein Faible für Frauenbeine in Gummistiefeln.
Der Bruder des Amokläufers hatte bereits im Vorfeld die Polizei auf eine mögliche Gefahr hingewiesen. Aber die Gesetzeslage war so, dass die Behörden angeblich erst nach der rechtsgültigen Verurteilung wegen Körperverletzung den bis dahin legalen Besitz einer großen Schusswaffensammlung hätten verbieten können.

Das war KriegAmok! 1994 starben im Amtsgericht sieben Menschen
07.03.14 https://www.express.de/bonn/-das-war-krieg–amok–1994-starben-im-amtsgericht-sieben-menschen-2703092
Das war kurz vor 13 Uhr. Mikolajczyk wartete erst gar nicht die Urteilsbegründung ab, sondern stürmte auf den Gerichtsflur. Seine Ex-Freundin brüllte noch: „Der schießt um sich!“ Da brach Richter Schäfer, der über ein Telefon Hilfe rufen wollte, tot zusammen. Getroffen von zwei Schüssen in den Hals.
Auch die 56-Jährige, ihre Mutter, eine Freundin, ein Zeuge und ein im Flur wartender Anwalt wurden regelrecht hingerichtet.
Danach zog der Amokläufer einen Sprengsatz aus seinem schwarzen Rucksack, der sogleich explodierte. Mikolajczyk wurde durch ein Fenster ins Freie geschleudert, war sofort tot. Innerhalb von nur einer Minute – 12.53 bis 12.54 Uhr – hatte er sieben Leben ausgelöscht.
Das Amok-Drama wurde 1995 mit Oscar-Preisträger Christoph Waltz (57) als Amokläufer verfilmt. Am Montag gedenkt das Team des Amtsgerichts der Opfer vom 9. März 1994 mit einer Schweigeminute.
Ein Mann, der an diesem Tag unsagbares Glück hatte, aber doch eng betroffen war, ist der ehemalige Gerichtsdirektor Erhard Väth. Dem EXPRESS hat der 79-Jährige erzählt, wie sehr ihn der Amoklauf auch 20 Jahre später noch immer beschäftigt.

Vor 20 Jahren im Amtsgericht
Euskirchener Amokschütze tötete in Gummistiefeln
07.03.2014 http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/Euskirchener-Amokschütze-tötete-in-Gummistiefeln-article1293838.html

Erinnerungen an Amoklauf vor 20 Jahren
10.03.2014 http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/Erinnerungen-an-Amoklauf-vor-20-Jahren-article1296129.html

Kurz gefragt
Dafür haben die Sicherheitsvorkehrungen in den Gerichten nach dem Amoklauf erheblich zugenommen.
Strothmann-Schiprowski: Diese schreckliche Tat vor 20 Jahren war in der Tat der Auslöser dafür, dass überall in den Gerichten Sicherheitsschleusen eingerichtet worden sind, wie Sie sie eben auch passiert haben.